Fehler in der Hundeerziehung

Was gibt es schlimmeres als ein Training mit dem geliebten Vierbeiner, das einfach nicht gelingt….
Man gibt sein Bestes und weiß einfach nicht warum er es nicht versteht!

Keine Sorge, jeder steht mal auf dem Schlauch oder hat eine Eigenschaft die das Gelingen des Trainings verhindert auf die man aber einfach nicht aufmerksam wird.

Lies dir doch einfach mal folgende Punkte durch und überlege genau ob der ein oder andere vielleicht auf dich zutrifft.
Was ebenfalls hilft ist es, sich einfach mal beim Training zu filmen, vielleicht liegt es bereits an deiner Körpersprache die der Hund nicht versteht.

Vielleicht helfen dir folgende Dinge beim weiteren Training 🙂

Die Ungeduld

Das wichtigste beim Training ist ein festes Fundament! Nur weil ein kommando für den Menschen einfach ist, heißt es nochlange nicht das der Hund es direkt begreift. auch muss man bedenken das jeder Hund anders ist. Der eine erlernt Sitz an einem Tag der andere benötigt eine Woche. Dies hat nichts mit der Klugheit des Hundes zu tun, sondern einfach nur mit seiner Lernfähigkeit. Genauso wie die einen Menschen besser rechnen und die anderen besser lesen können ist es auch bei Hunden.
Was schließen wir also daraus?
– Jeder Hund hat eine andere Lernspanne, der eine benötigt mehr, der andere weniger Zeit
– Die Grundvoraussetzung ist das Fundament, lieber ein Kommando zu oft als zu wenig üben. Oftmals bauen Kommandos auch aufeinander auf, wenn das erste schon nicht richtig funktioniert, wie soll dann das zweite klappen?
– Gib deinem Hund die Zeit die er benötigt und lasse ihm die Kommandos verfestigen. Übung macht den Meister

Unklarheiten

Du musst einer klaren Linie folgen! du musst dir selber sagen was dein Hund lernen soll. Denke immer über das positive nach, über das was er tun soll und nicht über das negative, nämlich das was er nicht tun soll.
Soll der Hund sitzen, stellst du dir ganz klar vor wie der Hund sich beim ersten Kommando „Sitz“ hinsetzt und nicht wie er verweigert. Lobe ihn für das was er gemacht hat, aber bestrafe ihn nicht für das was er nicht gemacht hat. Dies verunsichert ihn nur. Er weiß ja noch gar nicht was er tun soll und was richtig ist, also versteht er die Bestrafung auch nicht.
Du musst genau wissen was du von dem Hund willst und genau das muss er auch machen! Man darf aber nicht vergessen ihn behutsam aber konsequent dorthin zu führen. Erwarte niemals zu viel von ihm sondern seih sein Lehrer! Führe ihn dorthin wo du ihn haben möchtest.
– Achte auf klare Signale
– Deine Gestik muss stimmen
– Die Mimik soll eindeutig sein
– und die Kommandos klar

Die Vorbereitung

Wie auch Sportler kann man sich für das Training mit dem Hund einen Plan zurechtlegen.
Welche Utensilien werden benötigt, plane genug Pausen zur Erholung des Hundes, wie wird er belohnt (Spielzeug oder Leckerchen), zu welcher Tageszeit wird trainiert und und und…
Auch dieser Plan ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Trainiert man mit einem Welpen, reicht meist schon die Belohnung mit seinem Lieblingsspielzeug aus, ein älterer Hund der vielleicht nicht mehr so gerne spielt, geht dann eher auf Käse ab.

Egal welches Kommando erlernt oder gefestigt werden soll. Die Vorbereitung sollte auf jeden Fall stimmen. Eine Vorbereitung kann auch einfach nur der Gedanke sein, den man vorher durch seinen Kopf wandern lässt.

Bestrafungswörter

Oftmals wirkt es so als ob die Wörter wie „Nein“ und „Aus“ in jeder Situation genutzt werden. Wenn man es so beobachtet und sich in den Hund hinein versetzt, denkt man sich schon manchmal, „Was hat der Hund denn eigentlich gemacht“ oder „Wie soll er das NEIN denn jetzt verstehen?“
Wir möchten etwas von dem Hund und wissen genau wie es auszusehen hat, wir geben ihm das Kommando und er fängt an dieses seines Erachtens nach auszuführen und plötzlich kommt ein lautes „Nein“ vom Herrchen. „Aber was habe ich denn falsch gemacht??“ Statt ihm diese „Bestrafung“ zu geben sollte man ihm eher zeigen wie es richtig geht und mit Geduld daran arbeiten. Der Hund möchte dir in jedem Fall und unbedingt gefallen, also wird er auch gerne erlernen wie du es gerne hättest!
Stell dir vor, ich gebe dir einen Klumpen Knete in die Hand und sage dir du sollst einen Drachen formen. Du fängst an und formst diesen Drachen wie er deines Erachtens nach aussieht. Ich möchte aber gerne den Drachen haben den ich mir vorstelle. Du fängst also an den Drachen zu formen und bekommst direkt zu Anfang schon ein lautes „Nein“ von mir. Wie würdest du reagieren?
Du wärst wahrscheinlich erstmal baff und wüsstest gar nicht wie du reagieren sollst.

Wenn ich dir aber aufmale wie der Drache meiner Meinung nach auszusehen hat, kannst du diesen so nachkneten wie ich ihn gerne hätte.
Genau wie diese Zeichnung, sollst du deinem Vierbeiner auch zeigen wie er die Kommandos deines Erachten nach durchführen soll.

Vergesst niemals, der Spaß am Training sollte das Ziel sein!
Trainiere mit freude und verzeihe kleine Fehler, bleib am Ball und es wird funktionieren!!

Wuffige Grüße, deine Marie!

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